Montag, 3. Dezember 2007

STOPPT DEN TODESZUG NACH YUMA 1, 2, 3!!!


Pferdescheiße auf der Straße, unrasierte Kerle und Machoattitüde. Nein, ich rede nicht von Bayern, sondern von Texas. Genauer genommen Texas im Jahre 1868, drei Jahre nachdem sich Nord und Süd in einem blutigen Bürgerkrieg bekämpft haben.

Dan Evans (subtil: Christian Bale) ist Viehzüchter - und das mehr schlecht als recht. Zu Hause herrscht dicke Luft, er hat Schulden, seine Scheune wird abgebrannt, sein jüngster Sohn ist krank und der älteste macht Vater nur Sorgen.

Auftritt Ben Wade (was kann der Mann eigentlich nicht spielen: Russell Crowe). Haudegen, Outlaw, Draufgänger, Womanizer, also der Jack Nicholson seiner Zeit. Nur das Jack nicht Postkutschen ausraubt und zig Leute erschießt. Mit seiner Gang ist er im ganzen Westen bekannt und wird steckbrieflich gesucht.


Und wie das Schicksal so will, kreuzen sich ihre Pfade in einem Saloon und ihre Leben werden sich für immer verändern. Denn um Geld für seine Farm zusammenzukratzen nimmt Evans einen risikoreichen Job an: Er soll zusammen mit anderen Ben Wade in den 15:30 Uhr Zug (wie blöd sieht das aus? Der Originalfilmtitel 3:10 TO YUMA ist viel cooler) nach Yuma setzen und eine Prämie kassieren. Doch er muss gleich gegen drei Gegner kämpfen: Der gerissene, charmante, mörderische Ben Wade, dem man nicht über den Weg trauen kann, dessen Bande die sich geschworen hat, ihren Boss aus den Klauen des Gesetzes zu befreien und last not least gegen seinen ältestes Sohn, der sich der Gruppe plötzlich anschließt.


Und schon geht's los, auf dem Pferderücken quer durch Amerika, ein Trek unter freiem Himmel und mit zahlreichen Gefahren. Der Zug ist ins Rollen gekommen. Wade will ihn aufhalten. Evans will es verhindern. Doch nur einer kann am Schluss gewinnen...

Hier der Trailer:


Ich bin kein wirklicher Westernfan, aber TODESZUG NACH YUMA ist auch kein wirklicher Western. Es geht um Entscheidungen die den Kurs eines Lebens verändern, es geht um Erkenntnis, um das Auseinandersetzen mit sich selbst, es geht um die bloße Existenz. Der lange Marsch durch die Prärie wird zur Psychoanalyse aller Beteiligten an dessen Ende die Erlösung steht. Oder auch nicht.

Regisseur James Mangold (WALK THE LINE) spielt nicht mit den gängigen Klischees, er bringt uns einen harten Western mit Top-Besetzung. Christian Bale und Russell Crowe spielen nicht Rancher und Ganove, sie sind es, Peter Fonda (EASY RIDER, ja ist lange her) gibt dem Film als alternder Kopfgeldjäger einen Schuss altes Hollywood. Und man darf sich auch auf einen coolen Cameoauftritt freuen, wird aber nicht verraten.

TODESZUG NACH YUMA ist für alle, die sich zurücklehnen und einen guten Film mit super Schauspielern und Bildern ansehen wollen – sorry TRANSFORMERS-Fans, aber das ist nicht eure Art von Film, hier gibt es eine Geschichte die Sinn macht und zum Nachdenken anregt.



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